Tomaten-Schädlinge richtig bekämpfen – ohne Pestizide

Daran will man gar nicht denken: Da hat man alles richtig gemacht, die Tomatenpflanze ist wohl auf, trägt reichlich Früchte, ist schön gewachsen – und dann zerstören Tomaten-Schädlinge die ganze Ernte. Doch mit einer frühzeitigen Behandlung muss es jedoch nicht so weit kommen! Welche Schädlingsarten kommen besonders häufig vor und wie lassen sich diese bekämpfen? Wie können Pestizide vermieden werden? Zu all diesen Fragen haben wir mit den professionellen Landwirten des italienischen Tomatenherstellers Mutti gesprochen und können nun die Antworten geben.

3 häufig auftretende Tomaten-Schädlinge

  1. Die Thripse

Die Thripse, auch bekannt unter dem Namen Blasenfüße, ist ein bis zu 3 Millimeter großer Schädling. Die Thripse macht sich vor allem durch kleine weiße Flecken auf den Blättern und Sprenkel auf den Früchten bemerkbar. Es kommt zu Verkrüppelung der Tomatentriebe und Wachstumsverzögerungen.

Maßnahme:

Zur Bekämpfung der Thripse hilft ein selbsthergestellter Knoblauch-Brennnessel-Sud, mit dem die Pflanze begossen wird. Oder man greift zu natürlichem Neem-Öl und reichert dies mit Wasser an.

  1. Weiße Fliegen

Zu den weißen Fliegen zählen verschiedene Gattungen und Arten von Mottenschildläusen. Diese kleinen weißen Insekten finden sich vor allem auf der Blattunterseite zusammen mit kleinen weißen Eiern, die meist ringförmig abgelegt werden. Ein Befall lässt sich durch Berührung der Tomatenpflanze ganz leicht feststellen. Denn ausgewachsene Motten fliegen daraufhin in Scharen davon. Schaden nehmen die Tomaten von den weißen Fliegen, da diese sich vom Pflanzensaft ernähren und so die natürliche Entwicklung behindern.

Maßnahme:

Bei einem leichten Befall hilft ebenfalls ein Brennnessel-Sud oder bereits das Entfernen der befallenen Pflanzenteile. Des Weiteren kann auch hier Neem-Öl als biologisches Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und die Vermehrung der Motten unterbinden.

  1. Die Spinnmilbe

Spinnmilben plagen meist Tomatenpflanzen, die in Gewächshäusern gezüchtet werden auf. Ein Befall lässt sich durch feine Gespinste an Verzweigungen feststellen und bei fortschreitender Ausbreitung durch punktförmige Aufhellungen der Blätter.

Maßnahme:

Bei einem leichten Spinnmilben-Befall hilft es die Luftfeuchtigkeit zu steigern, indem die Pflanze täglich mit einem feinen Wasserstrahl abgespritzt wird, denn hohe Luftfeuchtigkeit ist Spinnmilben zuwider. Außerdem sollten die betroffenen Pflanzenteile entfernt werden.

Wer jedoch, wie der italienische Tomatenhersteller Mutti, die Tomatenzucht statt im Gewächshaus auf das Feld verlagert, spart sich bestimmte Schädlings-Befälle. Denn Spinnmilben oder weiße Fliegen werden häufig nur in Gewächshäusern zum Problem. So kommen die Bio-Produkte von Mutti auch ganz ohne Pestizide oder chemische Düngemittel aus. Zur natürlichen Bekämpfung von Schädlingen werden stattdessen bestimmte Nützlinge eingesetzt, wie beispielsweise Raubwanzen, Schlupfwespen oder Raubmilben. So kann das Gemüse oder Obst natürlich lecker genossen werden.

 

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