Braunfäule bei Tomaten

Sicherlich hat jeder schon mal Tomaten mit matschigen, grau-braunen Flecken gesehen. Diese Tomaten leiden meist an einer Pilzkrankheit: der Braunfäule. Sie zählt zu den häufigsten Krankheiten bei Tomaten und kann den Pflanzen sehr zusetzen. Wie ein Befall mit Braunfäule verhindert werden kann und was im Falle einer Erkrankung der Pflanze zu tun ist, lest ihr hier!

Wie sieht die Braunfäule aus?

Befallene Tomaten haben matschig-braune, faulige Stellen. Unter der Pilzkrankheit leidet aber die ganze Pflanze: Auf Laub, Trieben und Stängeln bilden sich ebenfalls braun-schwarze Flecken. Die Blätter beginnen zu welken und vertrocknen letztlich. An den Früchten bilden sich bräunlich-schwarze Flecken, die Tomaten werden hart und faulen ab.

Wie entsteht die Braunfäule?

Hervorgerufen wird die Krankheit durch Pilzsporen, die sich in der Erde rund um die Tomatenpflanze befinden. Beim Gießen und durch Regen spritzt häufig Erde auf die untersten Blätter. Das hat zur Folge, dass durch die Spritzer der Pilz an die Blätter gelangt und sich die Pflanze infiziert. Kühles, feuchtes Sommerwetter begünstigt die Ausbreitung der Krankheit.

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Braunfäule

Möchte man Kübel und Tomatenstangen oder andere Rankhilfen aus dem Vorjahr erneut für Tomaten verwenden, ist eine gründliche Reinigung im Frühjahr empfehlenswert, da auch die Sporen des Pilzes überwintern. Am besten eignet sich dafür einfach kochend heißes Wasser, gründlich abspülen und mit einer Bürste sauber schrubben.

Auch richtiges Pflanzen schützt Tomaten vor neuen Pilzsporen. So ist es wichtig, dass die Tomaten nicht zu dicht nebeneinander gepflanzt und auch möglichst weit getrennt von Kartoffeln angebaut werden. Oftmals breitet sich der Pilz nämlich zuerst an den Kartoffelknollen aus und geht dann auf angrenzende Tomatenpflanzen über.

Ein weiterer Tipp ist die richtige Bewässerung: Tomaten sollten immer nur von unten gegossen werden, um zu verhindern, dass Spritzwasser und somit mögliche Pilzsporen aus der Erde an die Blätter gelangen. Aus dem gleichen Grund sollten sonnenliebende Tomaten übrigens auch nicht ständig ungeschützt im Regen stehen.

Kein Wunder also, dass wir auf den Feldern Italiens die besten Anbaubedingungen vorfinden: Wenig Regen, hohe Temperaturen und eher trockene Hitze anstatt schwüler Sommerluft. Die Landwirte vom Tomatenhersteller Mutti setzen zudem auf Tröpfchenbewässerung, bei der stetig minimale Tropfen Wasser aus einem Schlauch perlen und direkt im Boden versickern, ohne dass die Pflanze oder ihre Blätter nass werden. Das spart nicht nur Wasser ein, sondern verhindert zusätzlich das Aufkommen von Braunfäule, sodass nur Tomaten in bester Qualität geerntet und zu den beliebten Mutti-Produkten verarbeitet werden.

Braunfäule an Tomaten – was man jetzt tun kann

Aber was tun, wenn doch eine Pflanze erkrankt ist? Schon bei einem ersten, leichten Befall müssen alle betroffenen Blätter (mit Stängeln) großzügig entfernt werden. Auch das Laub sollte ausgedünnt und die Blätter unterhalb der ersten Tomaten-Rispen abgeschnitten werden.

Ist der Befall fortgeschritten, ist die erkrankte Pflanze leider nicht mehr zu retten und somit auch nicht mehr zum Verzehr geeignet. Es ist daher zu empfehlen, die Pflanze direkt auszupflanzen und zu entsorgen, aber auch den Boden um die betroffene Pflanze herum großzügig auszutauschen. So wird verhindert, dass der Pilz im Folgejahr auch die nächsten Pflanzen befällt.

 

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