Blütenendfäule

Blütenendfäule bei Tomaten

Endlich sind die ersten Tomatenfrüchte da und wechseln mit dem fortschreitenden Reifeprozess ihre Farbe vom anfänglichen Grün zum leuchtenden Rot. Doch beim genaueren Hinsehen entdeckt man plötzlich braune oder sogar schwarze Stellen an der Tomate und die anfängliche Freude währt nicht lange. Oftmals handelt es sich hierbei um die sogenannte Blütenendfäule. Anders als bei der Braunfäule steckt allerdings kein Pilz, Krankheit oder Schädling dahinter, sondern ein Nährstoffversorgungsproblem der Tomatenfrüchte.

Woran Tomaten Braunfäule zu erkennen ist und wie sie verhindert werden kann, wissen natürlich die Profis am besten.

Was ist die Blütenendfäule?

Wie bereits erwähnt, ist die Blütenendfäule keine Tomatenkrankheit, sondern eine Nährstoffmangelerscheinung. So leiden die Tomatenpflanzen häufig unter Kalzium-Mangel. Folglich ist die Blütenendfäule nicht für andere Pflanzen neben der betroffenen Tomate ansteckend.

Im Gartenboden ist in den meisten Fällen ausreichend Kalzium vorhanden, jedoch gelangt dieser wichtige Pflanzennährstoff nicht immer in ausreichendem Maße in die Früchte. Denn für Tomaten ist es essenziell, dass sie gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Die Landwirte der italienischen Marke Mutti setzen daher Tröpfchenbewässerung ein. Diese Art der Bewässerung und Düngung ist nicht nur wassersparend und ressourcenschonender, die Pflanzen erhalten auf diese Weise auch eine ausgewogene Versorgung mit Wasser und anderen grundlegend wichtigen Makro- und Mikronährstoffen wie Kalzium und Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen und Bor. Diese sind für die Entwicklung und Reifung der Pflanze und damit für den Anbau von hochwertigen Tomaten unerlässlich.

Wie erkennt man die Blütenendfäule?

Blütenendfäule äußert sich durch braune Flecken an den noch grünen Tomaten am Fruchtansatz, der sich wiederum an der Spitze gegenüber dem Fruchtstiel befindet. Hier verfärbt sich die Frucht, bzw. es treten zunächst braune oder schwarze Punkte auf, die dann nach und nach größer werden. An diesen Stellen trocknet die Frucht aus und wird hart.

Welche Tomaten sind von der Blütenendfäule betroffen?

Generell können alle Tomaten von der Blütenendfäule betroffen sein. Allerdings gibt es einige Sorte, die anfälliger für Kalziummangel sind als andere, sodass bei diesen die Blütenendfäule häufiger vorzufinden ist. Stärker betroffen sind Tomatensorten, die große Früchte bilden, schnell wachsen und festfleischig sind, wie z. B. die Ochsenherztomaten sowie verschiedene Fleischtomaten. Bei Cherrytomaten beispielsweise tritt die Blütenendfäule hingegen seltener auf.

Welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es gegen die Blütenendfäule?

Eine gute Kalziumversorgung ist für die Verhinderung der Blütenendfäule essenziell. Zur Vorbeugung und Behandlung empfiehlt sich die Verwendung von kalziumhaltigem Dünger. Dabei sollte jedoch nicht nur sichergestellt sein, dass der Boden genügend Kalzium enthält, sondern auch, dass der Stickstoffanteil nicht zu hoch wird. Ein ausgewogenes Verhältnis spielt hier eine wichtige Rolle. Mit einem Bodentest lässt sich der Kalziumgehalt bestimmten: Kalziumarme Böden haben einen niedrigen pH-Wert, doch der perfekte pH-Wert sollte um die 7 liegen.

Die Bedeutung des Bodens ist heute klar. Deshalb achten einige Unternehmen, wie z. B. Mutti, sehr auf die Auswahl der besten Böden für den Anbau ihrer Tomatensorten. Mit Hilfe von Feuchtigkeitsmessgeräten und anderen intelligenten landwirtschaftlichen Instrumenten sind sie in der Lage, den Landwirten dabei zu helfen, Fäule zu verhindern.

Welche Gegenmaßnahmen gibt es?

Ist die Blütenendfäule bereits aufgetreten, müssen sofortige Gegenmaßnahmen her. Liegt die Ursache an zu vielem Stickstoff, dann kann dieser zwar nicht entnommen werden, kalziumhaltiger Dünger kann dafür aber für mehr Kalzium sorgen und so einen Ausgleich schaffen. Einzelne betroffene Früchte können jedoch nicht mehr von der Blütenendfäule „befreit“ werden, egal mit welchen Maßnahmen vorgegangen wird. Allerdings sind die von der Blütenendfäule betroffenen Tomaten immer noch essbar. Dafür schneidet man die betroffene Stelle einfach großzügig weg. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Tomaten sofort nach der Ernte gegessen bzw. verarbeitet werden, und nicht noch länger gelagert werden.

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