3 spannende Tomaten-Facts

Tomaten liegen in der Beliebtheitsskala bei uns Deutschen ganz weit oben. Und das nicht ohne Grund, denn Tomaten sind vielseitig einsetzbar und können zu schier zahllosen Gerichten weiterverarbeitet werden. Um nur einige Beispiel zu nennen: Tomatensuppe, Tomatensalat, als Pizzabelag oder als Basis von Saucen und köstlichen Schmorgerichten.

Wir lieben sie – egal in welcher Art die Tomate in der Küche verarbeitet wird. Aber was ist eigentlich mit der ein oder anderen Frage, die man sich immer wieder zum Thema Tomaten stellt?

Gehören Tomaten eigentlich in den Kühlschrank?

Ein ganz klares NEIN, besser nicht, denn Tomaten verlieren bei kühlen Temperaturen schnell an Aroma. Genau aus diesem Grund schmecken Tomaten direkt von der Pflanze gepflückt am allerbesten. Also besser bei Zimmertemperatur aufbewahren, da so das Aroma besser erhalten bleibt.

Kann man grüne Tomaten essen?

Viele halten den grünen Ansatz von Tomaten für giftig und entfernen ihn daher bei der Zubereitung. Ist das wirklich sinnvoll, oder ein Trugschluss?

Grundsätzlich stimmt die Empfehlung, denn die grünen Stellen unreifer Tomaten enthalten Solanin. Nachtschattengewächse wie Tomaten aber auch Kartoffeln produzieren diesen giftigen Bitterstoff, um sich vor Krankheiten, wie etwa Pilzbefall, oder auch Schädlingen zu schützen.

Wie so oft im Leben kommt es auf die Menge an.

Glücklicherweise ist Solanin in reifen Tomaten nur in sehr geringen Mengen enthalten. Wer die grünen Stellen mitgegessen hat, muss sich also nicht gleich Sorgen machen. Es ist dennoch ratsam, bei der Verarbeitung den grünen Ansatz und die Stellen herauszuschneiden. Zu viel Solanin kann nämlich durchaus toxisch wirken und Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Krämpfe verursachen.*1

Wieso nur ist der Saft aus Tomaten über den Wolken so begehrt?

Ist es, weil der Nachbar danach verlangt oder liegt es am Nährwert, warum so viel Tomatensaft an Bord von Flugzeugen getrunken wird, war bisher ein Mysterium. Bekannt sind die enormen Mengen, die etwa die Lufthansa heranschleppen muss: 1,7 Millionen Liter waren es 2008, im Vergleich dazu wurden nur 1,65 Millionen Liter Bier ausgeschenkt. „Den Saft mit Salz und Pfeffer?“, fragen die Flugbegleiterinnen und kippen die rote sämige Flüssigkeit aus Pappkartons in Plastikbecher.

Testpersonen lieferten die wissenschaftlich fundierte Lösung: Bei dem im Flugzeug herrschenden niedrigen Luftdruck steigt die sogenannte Geruchs- und Geschmacksschwelle – Kräuter, Gewürze, Salz und Zucker müssen höher dosiert werden, um wahrgenommen zu werden. Man rieche die Speisen und Getränke „als hätte man einen Schnupfen“. Salz werde 20 bis 30 Prozent, Zucker 15 bis 20 Prozent weniger intensiv geschmeckt. Dagegen bleibe die Wahrnehmung von fruchtigen Aromen stabiler. Und voilà, der sonst so dezent riechende Tomatensaft wird zum Geschmackserlebnis – solange kräftig nachgesalzen wird. *2

 

 

 

 

Quellen:*1 Stern online, *2: Spiegel online

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