Die Erfolgsgeschichte der Tomate

Heutzutage ist sie mit ihrem frischen Geschmack, ihrer herrlichen Saftigkeit und ihrer einzigartigen Farbe aus der Küche nicht mehr wegzudenken – aber viele Jahrhunderte mussten ins Land ziehen, bis sich die Tomate als Lebensmittel überhaupt etablieren konnte. Unvorstellbar, aber wahr: Früher galt die rote Frucht sogar als giftig.

Bereits die Maya kultivierten vor Jahrtausenden Tomatenpflanzen. Als Christoph Kolumbus 1498 während einer Amerikareise auf das bislang unbekannte Gemüse aufmerksam wurde,  brachte er kurzerhand einige Pflanzen mit nach Europa. Besonders das Klima im Süden des Kontinents, wie beispielweise die warme Sonne Italiens, gefiel den Tomatenpflanzen und ließ sie wachsen und gedeihen. Die schöne Frucht wurde jedoch vorerst nicht zum Verzehr verwendet – man sagte ihr Unbekömmlichkeit nach. Denn die Früchte der Tomatenpflanze erinnerten an die Schwarzen Tollkirsche, deren Beeren äußerst giftig sind. Tomaten hatten daher einen gefährlichen Ruf, der noch einige Jahrhunderte bestehen bleiben sollte.

Vor allem in Nordeuropa und England war man der Tomate gegenüber misstrauisch: Die Schuld an mehreren mysteriösen Todesfälle wurde der Tomate in die Schuhe geschoben. Erst lange Zeit später fand man heraus, dass die eigentliche Gefahr von bleihaltigem Geschirr ausgegangen war, das zu den Vergiftungen führte. Wegen ihres schönen Äußeren wurde die rote, pralle Tomatenfrucht dennoch zu dekorativen Zwecken genutzt.

Erst im 18. Jahrhundert setzte sich ein schwedischer Biologe mit der Klassifizierung der Tomate auseinander und ordnete sie den Nachtschattengewächsen zu. Zwar enthalten grüne Tomate den giftigen Stoff Solanin – eine vollständig ausgereifte Tomatenfrucht kann jedoch vollkommen unbedenklich genossen werden – zum Glück!

Veröffentlicht unter Tomaten 1x1 mit den Schlagworten , , , , , , , , , , , .