Die Tomate – die Frucht mit den hundert Namen

Tomate, Liebesapfel, Goldapfel: Die schöne rote Frucht trägt viele Namen. Aber wo kommen die ganzen Bezeichnungen her? Und warum heißt die Tomate bei uns eigentlich Tomate?

Die deutsche Bezeichnung „Tomate“ stammt ursprünglich vom aztekischen Wort „tomatl“, was so viel bedeutet wie „anschwellen“. Deshalb wurde die Tomate auch als „Schwellfrucht“ bezeichnet. Seltener, aber doch hin und wieder hört man hierzulande auch den Namen „Paradiesapfel“ für die runde Köstlichkeit. Diese Bezeichnung hat ihren Ursprung in der biblischen Schöpfungsgeschichte: Wegen ihrer leuchtenden Farbe verglich man die Tomate mit der schönen, verbotenen Frucht des Paradieses. Der Name „Liebesapfel“, mit dem man die Tomate früher auch bedachte, geht darauf zurück, dass der Tomate lange Zeit aphrodisierende Kräfte zugeschrieben wurden. In Frankreich heißt die Tomate deshalb auch „Pomme d’amour“.

Der lateinische Gattungsname für die Tomate lautet übrigens „Lypopersicon exculentum“, also „essbarer Wolfspfirsich“. Dieser Titel geht auf den früheren Irrglauben zurück, die Tomate sei giftig. Warum die Tomate lange Zeit lediglich als Zierpflanze dienen durfte, lest ihr hier. Trotzdem wurde die Tomate gerne als Heilmittel gegen Schwellungen oder Albträume verwendet und galt sogar als Gegenmittel bei Liebeszauber. Der italienische Name „Pomodoro“, was übersetzt „Goldapfel“ bedeutet, verweist dagegen auf die ursprünglich Farbe der Tomate: Die Tomate war nämlich nicht schon immer leuchtend rot, sondern hatte früher eine gelbe Farbe. Eine der ersten Erwähnungen der „Pomodoro“ stammt übrigens von einem italienischen Botaniker aus dem 16. Jahrhundert. Noch heute verleiht der Tomatenhersteller Mutti Parma den Pomodorino d’Oro, einen Preis für die besten Tomatenbauern.

Doch ganz egal, welchen Namen man der schönen Frucht auch geben mag: Lecker ist sie so oder so.

Veröffentlicht unter Tomaten 1x1 mit den Schlagworten , , , , , , , , , , , .